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Fahrlehrer werden

Ein Beruf mit Zukunft, gesellschaftlicher Verantwortung und echten Karriereperspektiven — alles, was du wissen musst.

Der Beruf Fahrlehrer

Fahrlehrer sind weit mehr als reine Fahrzeuglehrer — sie formen verantwortungsvolle Verkehrsteilnehmer. Du vermittelst nicht nur Fahrtechnik, sondern auch Verkehrsverständnis, Gefahrenwahrnehmung und ein sicheres Bewusstsein im Straßenverkehr.

In Deutschland gibt es rund 60.000 zugelassene Fahrlehrer in ca. 11.000 Fahrschulen. Der Bedarf bleibt konstant hoch — besonders in ländlichen Regionen und für gewerbliche Klassen (LKW, Bus) ist die Nachfrage größer als das Angebot.

Karriereperspektiven: Angestellt in einer Fahrschule, selbstständig mit eigener Fahrschule, spezialisiert auf Berufskraftfahrer (CE/DE), als Ausbildungsfahrlehrer für Nachwuchs oder im behördlichen Bereich.


Voraussetzungen

Bevor du mit der Ausbildung beginnen kannst, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Mindestalter: 21 Jahre bei Ausbildungsbeginn
  • Schulabschluss: Mittlere Reife (Realschulabschluss) oder gleichwertiger Abschluss
  • Führerschein: Klasse BE seit mindestens 3 Jahren, uneingeschränkt
  • Fahrpraxis: Mindestens 3 Jahre nachgewiesene Fahrpraxis
  • Verkehrsregister: Maximal 1 Punkt in Flensburg (Fahreignungsregister)
  • Gesundheit: Ärztliches Attest (Seh- und Hörtest)
  • Persönliche Eignung: Kein einschlägiges Führungszeugnis (keine schwerwiegenden Vorstrafen)

Wichtig: Die Zulassung zur Fahrlehrerausbildung muss beim zuständigen Straßenverkehrsamt beantragt werden. Plane 4–8 Wochen für die Bearbeitung ein und stelle alle Unterlagen rechtzeitig zusammen.


Ausbildungsweg in 3 Phasen

Die Grundausbildung für die Fahrlehrerlaubnis Klasse BE läuft in drei aufeinanderfolgenden Phasen ab:

  • 1
    Theoretische Ausbildung (ca. 6 Monate) Vollzeit an einer staatlich anerkannten Fahrlehrerfachschule. Inhalte: Verkehrsrecht, Pädagogik & Didaktik, Fahrzeugtechnik, Erste Hilfe, Umwelt- und Energiesparbewusstsein. Abschluss mit der schriftlichen und mündlichen Fachkundeprüfung vor dem Prüfungsausschuss.
  • 2
    Fahrlehrerpraktikum (ca. 4–5 Monate) Praktische Ausbildung in einer amtlich anerkannten Ausbildungsfahrschule. Du erteilst Fahrstunden unter Aufsicht und Begleitung eines betreuenden Fahrlehrers, sammelst Lehrerfahrung und wirst schrittweise selbstständiger.
  • 3
    Lehrproben & Fahrlehrerlaubnis Abschließende Lehrproben (eine theoretische, zwei praktische) vor dem Prüfungsausschuss. Bei Bestehen erhältst du die Fahrlehrerlaubnis Klasse BE — dein offizieller Berufseinstieg.

Führerscheinklassen als Fahrlehrer

Die Grundausbildung berechtigt zur Erteilung von Fahrstunden der Klasse BE. Weitere Klassen können durch Erweiterungen hinzuerworben werden:

BE
Grundqualifikation
PKW und Anhänger — die Basis jeder Fahrlehrerausbildung. Für alle weiteren Klassen erforderlich.
A
Erweiterung Motorrad
Berechtigt zum Unterricht für Motorrad-Führerscheinbewerber (A, A1, A2, AM).
CE
Erweiterung LKW
LKW mit Anhänger — besonders gefragt, da Berufskraftfahrer bundesweit benötigt werden.
DE
Erweiterung Bus
Omnibus mit Anhänger — attraktive Ergänzung für Fahrschulen im ÖPNV-Umfeld.
Mehr zu Erweiterungen A/CE/DE →

Dauer & Kosten

Die gesamte Grundausbildung dauert je nach Schule und Tempo im Praktikum 10 bis 14 Monate. Die typischen Kosten:

  • Lehrgangsgebühren: ca. 12.000 – 17.000 €
  • Prüfungsgebühren: ca. 300 – 600 €
  • Lernmittel & Bücher: ca. 200 – 400 €

Hinzu kommen Lebenshaltungskosten während der Vollzeitausbildung und ggf. Kosten für noch fehlende Führerscheinklassen.

Förderung möglich: Mit dem richtigen Programm (Bildungsgutschein, Aufstiegs-BAföG) können die Lehrgangskosten vollständig übernommen werden. Zu den Fördermöglichkeiten →


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