Wie läuft eine Erweiterung ab?
Eine Erweiterung folgt im Prinzip dem gleichen Muster wie die Grundausbildung — jedoch in komprimierter Form, da du als erfahrener Fahrlehrer bereits pädagogische Grundlagen mitbringst.
1. Voraussetzungen prüfen
Du musst die entsprechende Führerscheinklasse selbst besitzen (für CE/DE inkl. Berufskraftfahrer-Qualifikation) und die Grunderlaubnis BE bereits innehaben. Die genauen Anforderungen regelt das Fahrlehrergesetz (FahrlG).
2. Zulassung beantragen
Antrag auf Zulassung zur Erweiterungsausbildung beim zuständigen Straßenverkehrsamt — gleicher Prozess wie bei der Grundausbildung. Plane 4–6 Wochen Bearbeitungszeit ein.
3. Theoretische Ausbildung
Fachwissen zur neuen Klasse (Recht, Technik, Pädagogik spezifisch für die Klasse) an einer anerkannten Fahrlehrerschule. Abschluss mit der Fachkundeprüfung für die jeweilige Klasse.
4. Praktikum & Lehrproben
Praktische Ausbildungsphase in einer zugelassenen Ausbildungsfahrschule, abschließend Lehrproben vor dem Prüfungsausschuss. Bei Bestehen: Erteilung der erweiterten Fahrlehrerlaubnis.
Tipp: Viele Fahrlehrerschulen bieten Erweiterungsausbildungen für CE und DE in Teilzeit an, damit du während der Ausbildung weiterhin Fahrstunden erteilen kannst.
Vergleich im Überblick
| Merkmal | Klasse A | Klasse CE | Klasse DE |
|---|---|---|---|
| Zielgruppe | Motorradfahrer | LKW-Fahrer | Busfahrer |
| Vorführerschein | Klasse A (min. 2 J.) | Klasse CE + BKF | Klasse DE + BKF |
| Ausbildungsdauer | 8–12 Wochen | 10–14 Wochen | 10–14 Wochen |
| Kosten (ca.) | 3.000 – 5.000 € | 4.000 – 7.000 € | 4.000 – 7.000 € |
| Marktlage | Stabil | Sehr hohe Nachfrage | Wachsend |